Ärzte und Krankenpfleger diskuttieren

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Ein ganzes Team an Fachärzten und Experten bestimmt die beste Behandlungsmöglichkeit

Stellt ein Facharzt für Krebs – ein Onkologe – einen Krebsbefund an einem Patienten fest, setzt sich ein ganzes Team aus Medizinern, die aus verschiedenen Fachrichtungen
stammen, zusammen, um die besten Therapiemöglichkeiten zu bestimmen. Wenn es z. B. um einen Fall von Brustkrebs geht, besprechen sich die Onkologen zusätzlich mit den Gynäkologen, einem Radiotherapeuten, einem Chirurgen oder Radiologen und im Prinzip auch einem Pathologen.

Der behandelnde Arzt präsentiert seinem Patienten anschließend die daraus resultierenden Empfehlungen der Experten. Die finale Entscheidung über die Therapie obliegt jedoch dem behandelnden Arzt und dem Patienten. Chirurgie: Wenn ein Tumor vollständig herausgeschnitten werden kann und auch die umliegenden Lymphknoten
krebsfrei sind oder entfernt wurden, ist eine Genesung möglich.

Chemotherapie

Bei dieser klassischen Behandlungsweise erhält ein Patient über einen Tropf oder als Spritze (seltener: als Tablette) Medikamente, sogenannte Zytostatika (griechisch: cyto = Zelle und statik = anhalten). Sie hemmen die Zellteilung und können Krebszellen absterben lassen. Zytostatika verteilen sich mithilfe des Blutkreislaufs im ganzen Körper
und gelten deshalb als systemisch. 

Radiotherapie/Bestrahlung

Eine Strahlentherapie wirkt auf Krebszellen indem sie die Erbsubstanz der getroffenen Krebszellen zerstört, damit sich diese nicht mehr vermehren. Der Patient wird dazu von mehreren Seiten gebündelt bestrahlt.

Hormontherapie

Hat ein Krebstumor hormonempfindliche Rezeptoren – wie das bei Brust und Prostatakrebs der Fall sein kann − können körpereigene Hormone den Tumor wachsen lassen.
Deshalb wird in diesem Fall eine Antihormontherapie empfohlen.

Gezielte Krebstherapie

Eine neuartige Methode der Krebstherapie ist die sogenannte targeted therapy, die auf einem molekularbiologischen Ansatz fußt. Manche Krebszellen tragen auf der Oberfläche ihrer Zellmembran einzigartige Strukturen, wie Rezeptoren und andere Membranproteine, welche sie von anderen Körperzellen unterscheiden. Medikamente
für gezielte Krebstherapie zielen genau auf diese Merkmale ab.

Immuntherapie

Dieser konkrete Therapieansatz ist eine Form der eben erwähnten gezielten Krebstherapie. Das körpereigene Immunsystem wird hier genutzt, um Krebs zu bekämpfen. Die meisten Immuntherapie-Medikamente sind sogenannte Checkpoint-Inhibitoren: Sie richten sich gegen Bremsen des Immunsystems. Dadurch wird das Immunsystem "auf den Tumor angesetzt" und greift ihn verstärkt an.

Homöopathie ist keine anerkannte Heilmethode gegen Krebs

Alternative Methoden zur Schulmedizin sind nicht als wirksam erprobt.

Xtra-Zahl

Von der Heilung einer Krebserkrankung gehen Mediziner aus, wenn in den ersten fünf Jahren nach der Behandlung kein Rückfall (Rezidiv) auftritt

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Autor: Fondation Cancer
Photo: shotshop.com

Infobox

Fakten zu Krebs bei Kindern und Jugendlichen 

 

  • Jährlich sterben in Luxemburg knapp 1.000 Personen an den Folgen einer Krebserkrankung
  • Fast alle Krebsarten treten bei älteren Menschen sehr viel häufiger auf als bei jüngeren.
  • Pro Jahr erhalten in Luxemburg rund 30 Kinder die Diagnose Krebs. Aber etwa 75 bis 80 % aller krebskranken Kinder und Jugendlichen können dauerhaft geheilt werden.
  • Die meisten Krebsarten kommen bei Jungen etwas häufiger vor als bei Mädchen.
  • Zu den verbreitetsten Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen gehören Blutkrebs (Leukämie), Gehirntumore, Lymphdrüsenkrebs, Hautkrebs und Hodenkrebs.

 

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