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Alex Redinger ist seit 2017 FNR ATTRACT an der Universität Luxemburg.

Der Physiker und außerordentliche Professor Alex Redinger ist seit 2017 FNR ATTRACT Fellow an der Faculty of Science, Technology and Communication (FSTC) der Universität Luxemburg, wo er eine Forschergruppe für Rastertunnelmikroskopie aufbaut.

Solarzellen verbessern durch die Analyse von Nanostrukturen

Alex Redinger will die Materialien verbessern, die zum Bau von Dünnschichtsolarzellen verwendet werden. Dazu analysiert er mit seiner Forschergruppe die Oberflächenstrukturen von den verschiedenen Schichten im Nanometerbereich. Dünnschichtsolarzellen unterscheiden sich von klassischen Solarzellen in den verwendeten Materialen, sind in der Regel günstiger in der Herstellung und bringen auch bei schlechten Lichtverhältnissen und hohen Temperaturen gute Leistungen. Aber noch nicht alle Eigenschaften sind optimal. Beispielsweise liegt die Effizienz noch unter der von klassischen Solarzellen, so dass größere Flächen für dieselbe Leistung benötigt werden. Um hier Innovationen voranzutreiben, untersucht Alex Redinger verschiedene Materialen mit einem Rastertunnelmikroskop.

Wie funktioniert das Rastertunnelmikroskop?

Das Rastertunnelmikroskop, das Alex Redinger für seine Forschergruppe angeschafft hat, gehört zu den leistungsfähigsten, die der Markt zu bieten hat. Mit ihm können einzelne Atome auf den Oberflächen sichtbar gemacht werden. Dazu fährt eine Spitze über die leitfähige Struktur und misst über eine elektrische Spannung zwischen Spitze und Oberfläche den Abstand. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich ein räumliches Modell, auf dem einzelne Atome erkennbar sind. In dem Modell kann Alex Redinger fehlerhafte Strukturen entdecken, wie Lücken oder ungleichmäßige Anordnungen von Atomen. „Für optimal arbeitende Solarzellen brauchen wir akkurate Strukturen im Nanometerbereich“, so Alex Redinger.

Im Video ist zu sehen, wie Alex Redinger das Rastertunnelmikroskop bedient. Außerdem erklärt er warum er das Rastertunnelmikroskop einsetzt und erlaubt einen Einblick in die Arbeit eines ATTRACT Fellows.

Die nachkommende Generation inspirieren

Schüler und Studenten liegen Alex Redinger besonders am Herzen. Kaum hatte er seine Position als FNR ATTRACT Fellow angetreten, war er auch schon auf der Veranstaltung „Chercheurs à l’école“ vom FNR präsent. Bei dieser Veranstaltung bringt der FNR Forscher an Schulen und lässt sie ihre persönliche Geschichte erzählen: von ihrer eigenen Schullaufbahn über die Ausbildung bis hin zu ihrem aktuellen Job. Die Schüler erhalten so einen Einblick in das Berufsleben der Forscher und in die Forschungslandschaft in Luxemburg. Und auch die Betreuung der Studenten in seiner Forschergruppe ist für Alex Redinger eine besonders wichtige Aufgabe. „Es reizt mich jungen Menschen zu zeigen, dass sie einen Anteil an der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft haben können“, so Alex Redinger.

Mehr zu Alex Redinger und seiner Arbeit findest Du hier: FNR ATTRACT Fellows – the people behind the science: Alex Redinger

Das ATTRACT Förderprogramm

Mit dem Förderprogramm ATTRACT unterstützt der Fonds National de la Recherche (FNR) Nachwuchswissenschaftler mit bis zu 2 Millionen über einen Zeitraum von 5 Jahren. Mit ATTRACT sollen internationale Forscherpersönlichkeiten angezogen werden, die prospektiv in ihrem Forschungsbereich eine führende Rolle übernehmen werden. ATTRACT Fellows können an einer Forschungsinstitution in Luxemburg ihr eigenes Forschungsteam aufbauen.

Zur Person

Alex Redinger ist außerordentlicher Professor an der Faculty of Science, Technology and Communication (FSTC) der Universität Luxemburg. Er ist gebürtiger Luxemburger und hat an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen Physik studiert und dort sein Diplom gemacht. Seine Dissertation hat Alex Redinger in Köln eingereicht, nachdem seine Forschergruppe von Aachen nach Köln gewechselt war. Bevor Alex Redinger 2017 als FNR ATTRACT Fellow ans FSTC kam, hat er 2009-2014 als Postdoc an der Universität Luxemburg und von 2015-2019 am Helmholtz -Zentrum Berlin gearbeitet.

Autor: scienceRELATIONS

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