Frau bricht Zigarette in zwei Stücke

© Fondation Cancer

Keinen Tabak rauchen (auch nicht passiv) gehört zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen.

Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher die Chance auf Genesung. Noch besser: durch Prävention können 4 von 10 Krebserkrankungen vermieden werden! Eine Serie Artikel aus dem Jugendmagazin ins!der der Fondation Cancer. 

Prävention

Etwa vier von zehn Krebserkrankungen sind vermeidbar − viele davon durch eine gesunde Lebensweise in den Bereichen Ernährung und Bewegung. Dass die häufigsten

Krebserkrankungen erst im Alter auftreten, bedeutet nicht, dass man sich mit der Vorbeugung Zeit lassen sollte. Hier die wichtigsten Vorbeugungsmassnahmen im Überblick: 

  • Keinen Tabak rauchen. Auch nicht passiv. 
  • Gesund essen
  • Viel bewegen
  • Körpergewicht beachten. Übergewicht vermeiden
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Gegen Hepatitis B und Humanes Papillomavirus (HPV) impfen lassen
  • Sonnenschutz verwenden. Solarien ignorieren. 

Früherkennung

Die Anfänge einer Krebserkrankung sind nicht immer von Schmerzen oder Symptomen begleitet. Umso wichtiger ist deshalb die Früherkennung. Je früher eine  Krebserkrankung festgestellt wird, desto höher sind die Chancen auf vollständige Genesung. Deshalb sollte man nicht darauf verzichten, sich rechtzeitig zu informieren,
was wann zu tun ist.

In jedem Alter

Hautkrebs: Wenn du Veränderungen von Muttermalen bemerkst – wenn sie ihre Farbe ändern, größer oder asymmetrisch werden, jucken, brennen oder bluten — solltest du zum Hautarzt gehen. Besteht der Verdacht auf Krebs, wird vom Arzt im schlimmsten Fall ein Teil oder das gesamte Pigmentmal entfernt. „Schwarzer Hautkrebs“ ist der gefährlichste. „Weißer Hautkrebs“ kommt allerdings häufiger vor. In jedem Fall spielen die unsichtbaren UV-Strahlen der Sonne bei der Entstehung beider Typen eine wesentliche Rolle. Denn Ultraviolettstrahlung bewirkt langfristig Schäden auf der Haut.

Hodenkrebs: Bösartige Tumore an den Hoden (die männlichen Keimdrüsen, in denen die Spermien produziert werden) sind eine der häufigsten Krebsarten bei jungen Männern zwischen 15 und 35 Jahren. Zuhause lassen sich – etwa in der Dusche oder auf dem Bett – in einer entspannten Körperposition Knoten oder Schwellungen erfühlen. Dies solltest du einmal pro Monat durchführen − im Video siehst du, wie es geht: http://bit.ly/1Fw0os3

Ab der Pubertät

Brustkrebs: Brustkrebs kommt bei jungen Frauen selten vor. Aus diesem Grund wird eine regelmäßige Untersuchung durch Mammografie erst bei Frauen ab 50  durchgeführt. Junge Frauen sollten jedoch aufmerksam sein und bei Veränderungen in der Brust zum Frauenarzt gehen.

Gebärmutterhalskrebs: Die Gebärmutter ist das weibliche Geschlechtsorgan, in dem sich die befruchtete Eizelle einnistet und in welcher, in der Schwangerschaft, ein Baby
heranwächst. Der Gebärmutterhals bildet das untere Drittel der Gebärmutter. Hier können mit der Zeit Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen entstehen. Wichtig
ist, dass du dich regelmäßig bei deinem Frauenarzt untersuchen lässt, wenn du schon Sex hattest.

Warnsignale deines Körpers beachten

Generell solltest du wachsam bleiben für unerklärliche und/oder andauernde Veränderungen jeglicher Art:

  • allgemeine Mattigkeit, Spielunlust, Konzentrationsschwäche
  • örtliche Schwellungen und Schmerzen (z.B. Lymphdrüsenschwellungen, Kopfschmerzen)
  • Blässe
  • Wachstums- und Entwicklunsgverzögerungen
  • Gewichtsverlust
  • Knochenschmerzen (z.B. bei Leukämie)
  • Bewusstseinsstörungen, Lähmungen, Krampfanfälle (z.B. bei bestimmten Hirntumoren)
  • äußerliche Veränderung eines bisher unauffälligen Muttermals (bei Hautkrebs)
  • Fieber

Alle hier genannten Symptome können harmlos oder Warnzeichen für Krebs sein. Wer sich unsicher ist, und besonders wenn diese Veränderungen andauern und unerklärlich sind, holt sich am besten medizinischen Rat.

Weitere Artikel

Was ist Krebs? Ein Tumor ist nicht gleich Krebs? 

Die Gesundmacher: medizinische Behandlungsmethoden bei Krebs

Autor: Fondation Cancer
Foto: Fondation Cancer 

Infobox

Fakten zu Krebs bei Kindern und Jugendlichen 

  • Jährlich sterben in Luxemburg knapp 1.000 Personen an den Folgen einer Krebserkrankung
  • Fast alle Krebsarten treten bei älteren Menschen sehr viel häufiger auf als bei jüngeren.
  • Pro Jahr erhalten in Luxemburg rund 30 Kinder die Diagnose Krebs. Aber etwa 75 bis 80 % aller krebskranken Kinder und Jugendlichen können dauerhaft geheilt werden.
  • Die meisten Krebsarten kommen bei Jungen etwas häufiger vor als bei Mädchen.
  • Zu den verbreitetsten Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen gehören Blutkrebs (Leukämie), Gehirntumore, Lymphdrüsenkrebs, Hautkrebs und Hodenkrebs.

Auch interessant

Neues aus der Wissenschaft Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Forschung in Luxemburg - Juni 2022

Die neuesten Studien in Luxemburg haben zur Entdeckung von Therapiemöglichkeiten für die Behandlung verschiedener Krankh...

Neues aus der Wissenschaft Neuigkeiten aus der Forschung in Luxemburg – Dezember 2021

Forscher haben therapeutische Möglichkeiten aufgezeigt, um die durch COVID-19 verursachte Hyperentzündungen zu verhinder...

Auch in dieser Rubrik

SCIENCE-CHECK Ist die Verschmutzung durch Mikroplastik ein Problem?

Mikroplastik ist überall: in den Meeren, im Boden und in der Luft. Stellt es eine Gefahr für unsere Gesundheit und die Umwelt dar? Was können wir tun, um die Umweltverschmutzung einzudämmen?

FNR
Adobestock by DC Studio
Science Check Gentechnik Ist grüne Gentechnik gefährlich?

Heilsbringer für die Ernährung der Welt oder Gefahr für Mensch und Umwelt? Zwischen beiden Polen kursieren Ängste, Hoffnungen und Meinungen verschiedener Couleur.

FNR
Science-Check Ziel mir keng: Notzen an Nodeeler vu Gentechnik

Gentechnik ass jo immens ëmstridden. Firwat eigentlech? Ass Gentechnik geféierlech? A wat ass den Notzen? Dat ass d'Thema vun dësem “Ziel mir keng!”

FNR