(C) David Laurent, 2015 / University of Luxembourg

Die Universität Luxemburg gehört dem neuesten Times-Higher-Education-Ranking zufolge zu den besten 200 Universitäten weltweit. In den jüngsten „World University Rankings“ des angesehenen Times Higher Education (THE) Journal belegt die Universität den 193sten Platz nach der Universität Ulm, ex aequo mit der Texas A&M University und vor der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

Zieht man nur die teilnehmenden europäischen Hochschulen in Betracht, kommt die Universität Luxemburg auf Rang 98.

Worauf baut das Ranking auf?

Die THE World University Rankings wurden am 30. September während des „World Academic Summit” von THE in Melbourne (Australien) vorgestellt. Sie zählen zu den weltweit meistbeachteten Hochschulvergleichen. Die Rankings bauen teilweise auf einer globalen Umfrage unter Akademikern zu den Themenbereichen Lehre, Forschung, internationale Ausrichtung und Drittmitteln aus der Industrie auf. Zudem bilden die Anzahl der Nennungen in Fachpublikationen sowie weiteren Statistiken ein Kernkriterium.

Universität Luxemburg auf dem Weg zu einer europäischen Forschungsuniversität

"Es freut uns, für unsere Arbeit und die daraus resultierenden Resultate international ausgezeichnet zu werden. Dies ist auch eine Anerkennung für unsere Studierenden und unsere gesamte internationale Community“, so Rainer Klump, Rektor der Universität Luxemburg. „Die Rankings zeigen, dass unsere junge Universität auf dem richtigen Weg hin zu einem Modell einer europäischen Forschungsuniversität für das 21. Jahrhundert ist.“

Phil Baty, Herausgeber der THE World University Rankings, fügt hinzu: “Die Times Higher Education World University Rankings, die in diesem Jahr zum 12. Mal durchgeführt wurden, legen klar definierte Kriterien an und orientieren sich an strengen Richtlinien mit Blick auf sämtliche wesentliche Bereiche einer global aufgestellten Universität. Die Resultate genieβen bei Studierenden und deren Familien ebenso einen hohen Stellenwert wie bei Akademikern, Universitätsmanagern und Regierungen. Für die Universität Luxemburg ist ein 193. Platz sicherlich ein auβerordentliches Ergebnis und ein Grund zu feiern.“

Exzellenz in Sachen internationaler Ausrichtung unterstrichen

Die THE World University Rankings ermitteln anhand von 13 Leistungsindikatoren die Stärken einer Hochschule in Bereichen Lehre, Forschung, internationale Ausrichtung, Fördergelder durch die Industrie und Anzahl der Nennungen in Fachpublikationen. Die Universität Luxemburg erwies sich besonders bei der internationalen Ausrichtung als stark, wo sie den zweiten Platz belegt (nach der Qatar University und vor der University of Hong Kong). In dieser Kategorie fällt neben der Anzahl der Studierenden, Doktoranden und Forscher bzw. des akademischen und nichtakademischen Personals aus aller Welt auch die Mitarbeit von internationalen Co-Autoren an Publikationen ins Gewicht.

Das Ziel: Unter die 100 Top-Universitäten zu kommen

Für Prof. Dr. Franck Leprévost, Vizerektor für Organisation und internationale Beziehungen an der Universität Luxemburg, ist das Ranking-Ergebnis das Resultat von zwölf Jahren konsequenter Arbeit. Leprévost, der bei der Konferenz in Melbourne anwesend war, sieht den Erfolg bei der ersten Teilnahme zudem als gutes Vorzeichen mit Blick auf die „THE 100 Under 50 Rankings“ im Jahr 2016. Diese Rangliste der globalen Top-100 Universitäten, die weniger als 50 Jahre alt sind, wird im Frühjahr 2016 vorgestellt.
Die gesamten Ergebnisse des Times Higher Education (THE) World University Rankings 2015-16 sind einsehbar unter: https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/2016/world-ranking#!/page/7/length/25

Foto © David Laurent, 2015 / University of Luxembourg

Infobox

Über die Universität Luxemburg

Die im Jahr 2003 gegründete Universität Luxemburg ist eine mehrsprachige, internationale Forschungsuniversität mit knapp 6300 Studierenden und Mitarbeitern aus der ganzen Welt. Die Forschung konzentriert sich auf die Schwerpunkte Informatik, Recht und Europarecht, Finanzwissenschaften, Erziehungswissenschaften sowie auf fachübergreifende Forschung durch das “Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust” (SnT) sowie das “Luxembourg Centre for Systems Biomedicine” (LCSB).

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