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Die Entwicklung bei Covid-19 lässt sich auch im Abwasser nachweisen

Aktuelle Ergebnisse der CORONASTEP+-Studie am Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) weisen auf das Vorhandensein von SARS-CoV-2 (COVID-19) an fast allen untersuchten Standorten hin. Das gilt von Bettembourg bis Schifflange genau wie auch in Beggen. Lediglich die Proben vom Standort Troisvierges scheinen negativ zu sein.

Werte korrelieren mit dem Anstieg positiver Fälle

Seit dem 25. Juni ist ein Wiederauftreten von SARS-CoV-2 im Abwasser des Landes zu beobachten. Diese Entwicklung und der gleichzeitige Anstieg der Zahl positiver Fälle bestätigt die hohe Sensitivität und rechtfertigt damit auch das hohe Interesse der LIST-Forscher an dieser Methodik für die Coronavirus-Überwachung in Luxemburg.

Der jüngste Bericht von LIST zeigt darüber hinaus auch einen starken Anstieg der RNA (Ribonukleinsäure)-Konzentration von SARS-CoV-2 in luxemburgischen Kläranlagen. Mit anderen Worten: Charakteristische Segmente der genetischen Identitätskarte des Coronavirus werden dort in erhöhten Konzentrationen gefunden.

Methode wird weiter verfeinert

Die Kläranlagen von Bettembourg und Pétange scheinen am stärksten betroffen zu sein - mit einem fast dreifachen Anstieg der Konzentration seit Juni. Umgekehrt weisen die Standorte in Hesperange und im Norden des Landes eine niedrigere und im Laufe der Zeit auch stabilere Konzentration auf. Die Methode muss jedoch noch verfeinert werden, um Rückschlüsse zu klären, die aus kleinen Amplitudenschwankungen der SARS-CoV-2-RNA-Konzentrationen gezogen werden können.

Die Beobachtungen bestätigen die Entwicklung der Fallzahlen, die durch die im Großherzogtum in großem Maßstab durchgeführten klinische Tests erfasst wurden. Und sie bestätigen, dass die Wasserüberwachungsmethode ein wirksames Vorwarnsystem für ein Wiederauftreten des Virus in der Bevölkerung darstellt.

Autor: LIST

Editor: Uwe Hentschel

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