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Was kann man im Weltall nicht?

  • A) furzen
  • B) rülpsen
  • C) kotzen

In der Schwerelosigkeit gibt es kein oben und kein unten. Können Astronauten trotzdem wie auf der Erde furzen, rülpsen oder sich erbrechen?

Auf der internationalen Raumstation wabern Flüssigkeiten als Blasen durch die Luft. Das ist die Folge der Schwerelosigkeit. Und genau sie ist auch der Schlüssel für die Antwort auf die Frage nach den menschlichen Körperfunktionen im All.

Kann man in der Schwerelosigkeit pupsen?

Selbst solchen Fragen sind Weltraumspezialisten nachgegangen. In der Anfangszeit der bemannten Raumfahrt befürchteten sie, dass die entweichenden Darmgase Explosionen hervorrufen könnten. Und tatsächlich stellte sich heraus, dass Astronauten im All mehr pupsen als auf der Erde. Das lag an der damaligen Weltraumnahrung. Im Lauf der Zeit wurde sie so optimiert, dass sie weniger Blähungen verursacht. Die Darmgase entstehen bei der Verdauung vor allem im Dickdarm. Dessen Inhalt ist schon so eingedickt, dass die Gasblasen - egal ob mit oder ohne Schwerelosigkeit - in der breiigen Masse gefangen sind. Sie werden durch die Muskelbewegungen des Darms in Richtung Ausgang geschoben, wo sie dann genau wie auf der Erde entweichen.

Kotzen Astronauten?

In den ersten Tagen auf der Raumstation müssen die Neuankömmlinge mit der Schwerelosigkeit zurechtkommen. Das Gehirn kommt durcheinander, weil das Gleichgewichtsorgan nicht mehr feststellen kann, wo oben und unten ist. Das führt bei vielen Astronauten zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit. Oft müssen sie sich dann erbrechen. Dabei ziehen sich die Bauchmuskeln zusammen, der Schließmuskel am Mageneingang lockert sich und der Speisebrei wird nach draußen gepresst. Das funktioniert auch in der Schwerelosigkeit. Damit das Erbrochene nicht durch die Raumstation fliegt, wurden spezielle Weltraumkotzbeutel entwickelt: Sie haben ein saugfähiges Futter, mit dem man sich das Gesicht abwischen kann und lassen sich zuverlässig verschließen.

Wie also lautet die richtige Antwort auf die Frage aus dem science.lu-Quiz?

In der Schwerelosigkeit kann man nicht rülpsen. Beim Rülpsen entweicht Luft aus dem Magen. Sie wird etwa bei zu hastigem Essen mitverschluckt. Auf der Erde sinkt im Magen der Speisebrei nach unten und die Luft sammelt sich oben. Von dort kann sie mit einem Rülpser entweichen. In der Schwerelosigkeit können sich aber flüssiger Mageninhalt und Luft nicht voneinander trennen. Sie bilden einen schaumigen Brei. Sollte man dennoch versuchen zu rülpsen, würde man dieses Gemisch erbrechen.

A) furzen

Diese Antwort ist leider falsch. Darmgase entweichen auch im Weltall als Pupse.

B) rülpsen

Richtige Antwort

C) kotzen

Diese Antwort ist leider falsch. Im Weltall kann man sich erbrechen. Das passiert Astronauten vor allem am Anfang ihres Aufenthalts im Weltraum. Dann führt die ungewohnte Schwerelosigkeit oft zu Übelkeit.

Autor: Ingo Knopf
 

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