(C) Jean-Paul Bertemes, Moast Creative Studios

Hoher Proteinbedarf für Schweine, Hühner, Kühe: Wie kann man in Luxemburg nachhaltig Proteine anbauen, ohne Einsatz von Pestiziden oder künstlichem Dünger?

Steffi Zimmer forscht im Bereich der Biolandwirtschaft. Das Ziel: Alternativen finden, wie man eine Landwirtschaft betreiben kann, ohne auf Pestizide oder künstlichen Dünger zurückgreifen zu müssen. "Diese werden nämlich unter hohem Energieeinsatz produziert. Außerdem ist der übermäßige Einsatz dieser Produkte schädlich für die Gewässer, den Boden, das Klima und die Umwelt. Um trotzdem gesunde Pflanzen zu produzieren und die Weltgemeinschaft ernähren zu können, braucht es alternative Konzepte - und daher auch Forschung im Bereich Biolandwirtschaft", sagt Steffi Zimmer. 

Import von weither - mit negativen Folgen

Die luxemburgische Forscherin arbeitet am Institut für biologische Landwirtschaft, IBLA. Konkret beschäftigt sie sich damit, wie man in unseren Gegenden auf nachhaltige Weise Proteine anbauen kann. In Europa wird nämlich viel Proteinfutter gebraucht - für Schweine, Hühner, Kühe - aber nicht genug angebaut. Deshalb werden viele Sojabohnen aus Südamerika importiert - mit vielen negativen Folgen: Transport über große Distanzen, abgeholzter Regenwald, viele Einheimische und Tiere, die ihren Lebensraum verlieren, Einsatz von gentechnisch veränderten Sojabohnen, die mit vielen Pestiziden angebaut werden...

Eine Lösung wäre der Anbau hier in Europa bzw. Luxemburg

"Eine Lösung wäre der Anbau hier in Europa bzw. Luxemburg von sogenannten Körnerleguminosen, wie etwa Erbsen, Ackerbohnen Lupinen, oder aber auch Soja. Denn Körnerleguminosen enthalten viele Proteine", so Steffi Zimmer. In Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern untersucht Steffi Zimmer, was die Probleme beim Anbau sind, was Anreize wären, um diese Kulturen anzubauen - und welche Körnerleguminosen am besten auf den Standort Luxemburg angepasst sind.

Was sind ihre bisherigen Resultate? Wie klappt die Zusammenarbeit mit den Bauern? Und wie geht sie konkret vor in ihrer Forschung? Mehr dazu im Video, wo wir Steffi Zimmer zudem bei ihrem Hobby begleitet haben, dem Handball.

Autor: Jean-Paul Bertemes (FNR)
Video: Jean-Paul Bertemes, Moast Creative Studios

Aussi intéréssant

Recherche au LIST : de quoi l'avenir sera-t-il fait ? Pour un plastique plus vert et plus durable

En matière de durabilité, les plastiques conventionnels ou polymères ont mauvaise réputation. Avec son équipe, le cherch...

Le TechDay 2019 du LIST Plateforme pour les technologies du futur et pour les entreprises de demain

Voir, mais aussi ressentir des choses à l’écran. Venez découvrir comment cela fonctionne au TechDay du LIST. Les cherche...

Startup Lekolabs Des maisons en bois pour les villes de l’avenir

Des villes entières bâties en bois, voilà l’avenir imaginé par LEKOLABS. La startup du Technoport développe une technolo...

Aussi dans cette rubrique

Smart Cities De la place pour le photovoltaïque : à la recherche de potentiel énergétique en ville

75 % des Européens vivent en ville. Un algorithme 3D développé par le LIST va maintenant aider à identifier les emplacements et les zones idéales pour les projets photovoltaïques.

Science Alert Des vidéos alliant le tennis de table ou le vin et la science

Avec sa nouvelle offre « Science Alert », le Luxembourg Science Center met l’accent sur la science derrière des sujets du quotidien.

Renewable energy How superblack materials could generate electricity

During summer, black cars often get extremely hot. For a PhD candidate at the Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST), this problem is rather a solution.

Recherche au LIST : de quoi l'avenir sera-t-il fait ? Pour un plastique plus vert et plus durable

En matière de durabilité, les plastiques conventionnels ou polymères ont mauvaise réputation. Avec son équipe, le chercheur au LIST Daniel Schmidt s'efforce de mettre à mal ce préjugé.