© University of Luxembourg

2018 wurde das erste TEDxUniversityofLuxembourg veranstaltet.

Erst wurde das Beste gesammelt, dann hat man dem Ganzen einen Namen gegeben. „Der Prozess der Findung verlief nach dem Bottom-up-Prinzip“, erklärt Robert Reuter. „Wir haben also zunächst überlegt, wenn wir gerne alles einladen würden, und haben dann in dieser Sammlung von Vorschlägen eine Gemeinsamkeit gesucht“, sagt der Dozent der Uni Luxemburg. Und daraus sei dann das diesjährige Motto „Rewiring our future“ entstanden.

Wissenschaftliche, gesellschaftliche und künstlerische Beiträge

Die Zukunft wird also neu verkabelt beziehungsweise neu vernetzt. Und diejenigen, die das übernehmen, sind die Teilnehmer des 2. TEDxUniversityofLuxembourg, das am 25. Oktober 2019 auf dem Campus Belval veranstaltet wird. TED steht für Technology, Entertainment und Design und ist eine Art Plattform, auf der Experten unterschiedlichster Fachgebiete ihre Ideen präsentieren. Aus der ursprünglich alljährlichen Innovationskonferenz im kalifornischen Monterey haben sich inzwischen mehrere Ableger entwickelt. Und dazu zählen auch die weltweit organisierten und lizensierten TEDx-Konferenzen. Die erste der Uni Luxemburg fand vergangenes Jahr statt. Nun folgt die zweite.


Dieses Mal werden beim TEDxUniversityofLuxembourg Experten aus Physik, Geschichte, Architektur, Biologie, Psychologie und Umweltschutz, aber auch Musiker und Tänzer auf der Bühne stehen. Die elf Redner blicken mit ihren ausschlussreichen Vorträgen aus völlig unterschiedlichen Richtungen auf die Welt, vermitteln dem Publikum ihre Sichtweise von Individuen und Gesellschaft, Wandlungsprozessen sowie Technologien und Traditionen. „Stellen wir uns vor, wir könnten die Zukunft schöner, intelligenter, mitfühlender und nachhaltiger gestalten – und das für jeden von uns“, sagt TEDx-Lizenznehmer und Co-Organisator Robert Reuter. „Ist es nicht genau das, worum es in der Evolution geht?“ 

Kurze Beiträge mit großem Mehrwert


„TEDx-Vorträge sind mehr, aber auch weniger als normale Tagungsbeiträge“, meint dazu Professor Jan Lagerwall, Lizenznehmer der vergangenen TEDx-Veranstaltung an der Uni. „Weniger, weil sie kürzer sind - oft ungefähr zehn Minuten - und mehr aufgrund des Nutzens, den das Publikum aus den Vorträgen zieht.“ 

Nach der erfolgreichen Premiere in 2018 beschloss das Organisationsteam, dem internationalen Charakter der Universität treu zu bleiben und Studenten und Forscher mit externen Teilnhemern zusammenzubringen. „Wir haben das große Glück, dass sich kreative Denker hier versammeln, und wir freuen uns, dass bei dieser Veranstaltung zahlreiche Ideen und Kulturen aufeinandertreffen werden“, sagt Harris Lygidakis, Mitveranstalter und Doktorand an der Universität.

Austauschen und Ideen weitergeben

Zu den Rednern gehören beispielsweise der Biologe Stan Schymanski, der sich mit den vorausdenkenden Prozessen von Pflanzen und dem daraus ableitbaren Nutzen für uns Menschen befasst, oder aber die Psychologin Alla Gubenko, die sich mit der Zunahme von Intelligenz bei gleichzeitigen Rückgang von Kreativität auseinandersetzt. Mit dabei ist aber neben weiteren Wissenschaftlern auch die gehörlose Behindertenrechtsaktivistin Nicole Sibenaler, in deren Beitrag es um die Bedeutung der Gebärdensprache geht. 

Für Robert Reuter ist die Veranstaltung eine Art Gesamtperformance, die sich aus wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Beiträgen zusammensetzt. „Wir wollen, dass sich die Menschen austauschen und dass die Ideen weitergeben werden“, sagt er. 100 Besucher können an der Veranstaltung teilnehmen. Wer keines der begehrten Tickets bekommt, kann die Veranstaltung live im Internet verfolgen.

Autor: Uwe Hentschel

 

Das vollständige Programm sowie Tickets findet ihr hier: www.tedxuniversityofluxembourg.com

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