Modell Hygrometer

FNR

Modellzeichnung des Hygrometers

Vergiss Wetterhahn und Wetterfrosch: Hier kommt der Wetterkiefernzapfen. Eine einfache Montur, die einem erlaubt, Regen oder Sonnenschein auf kurze Zeit vorherzusagen.

Durchführung

Den Kiefernzapfen stellt man aufs Brett und befestigt dahinter die Pappe. Die Stecknadel wird nun so in den Zapfen gesteckt, dass sie nur an einer Schuppe festsitzt und mit dieser in der Länge parallel verläuft. Als Alternative kann man mit einem kleinen Stück Klebeband auch ein Holzstäbchen oder einen Zahnstocher an einem der Samenblätter (Schuppen) befestigen, doch dies verlangt etwas mehr Fingerspitzengefühl. Anschließend stellt man die ganze Montur nach draußen und markiert die Position der Stecknadel auf der dahinterliegenden Pappe.

Das sogenannte Hygrometer ist fertig: Beobachtet man es im Laufe der nächsten Tage, wird man feststellen, dass die Stecknadel manchmal unter und manchmal über der markierten Linie steht. Je tiefer die Stecknadel steht, um so besser wird das Wetter. Zeigt die Nadel nach oben, liegt höchstwahrscheinlich Regen in der Luft.

Prinzip

Um zu reifen, brauchen die Samen im Innern eines Kiefernzapfens sonniges, warmes Wetter: Bei Trockenheit sind die sie bedeckenden Schuppen geöffnet und die Samen liegen frei. Bei hoher Luftfeuchtigkeit hingegen absorbieren die Schuppen Wasser aus der Umgebungsluft. Ihre Außenseite schwillt auf; sie dehnt sich dadurch aus und der Zapfen verschließt sich: Die Samen sind vor Feuchtigkeit und Kälte geschützt. Der Mensch kann diese Information nutzen: Hohe Luftfeuchtigkeit allein bedeutet zwar nicht automatisch Regen, ist aber ein sehr guter Indikator, zumindest in unseren Breitengraden.

Alltag

Das wohl bekannteste Hygrometer ist das sogenannte Wetterhäuschen, eine Art Haarhygrometer. Links und rechts sind Türen eingebaut: Bei Sonnenschein erscheint die Figur der „Sonnenfrau“, bei Regen zeigt sich ein Herr mit Schirm. Die beiden Figuren stehen auf einer drehbaren Scheibe, die durch eine Feder in eine Richtung gezogen wird. Am gegenseitigen Ende ist ein Bündel aus (meistens) Menschenhaaren befestigt. Wie der Kiefernzapfen reagieren auch Haare auf Luftfeuchtigkeit. Ist sie hoch, ist der Haarstrang gedehnt und der „Regenmann“ schaut aus dem Wetterhäuschen. Nimmt die Luftfeuchtigkeit ab, zieht der Haarstrang sich wieder zusammen. Die an ihm befestigte Scheibe des Wetterhäuschens dreht sich: Die Figur des Mannes verschwindet im Haus und die „Sonnenfrau“ erscheint an seiner Stelle.

Tipp

Am Besten stellt man den Kiefernzapfen natürlich auf einer vor direktem Regen geschützten Stelle auf, sonst weicht die Pappe gleich ein. Alternativ kann man diese natürlich auch plastifizieren.

Autor: Jospeh Rodesch (FNR), Liza Glesener

Infobox

Material: *

(pro Kiefernzapfen-Hygrometer)

- 1 Kiefernzapfen
- 1 lange Stecknadel, alternativ 1 Holzstäbchen oder Zahnstocher
- etwas Pappe
- 1 Holzbrettchen
- 1 Stift

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