Studie

(C) Pixabay

Die Studie stellt eine wichtige Grundlage für klinische Studien in der Zukunft dar.

Ziel der Studie

Wenn wir älter werden, bringt das viele körperliche und geistige Veränderungen mit sich. So verändert sich zum Beispiel auch unsere Wahrnehmung von Wärme oder Kälte auf der Haut. Allerdings sind die zugrundeliegenden Mechanismen bisher wenig erforscht. In dieser Studie möchten wir untersuchen, wie sich die Verarbeitung von Hitze im Gehirn bei älteren und jüngeren Menschen unterscheidet.

Was bereits bekannt ist

Wenn wir älter werden, geht das mit funktionalen, strukturellen und biochemischen Veränderungen in unserem Körper einher. Ältere Menschen haben verglichen mit jüngeren Menschen statistisch gesehen z.B. eine leicht erhöhte Schmerzschwelle, das heißt, sie empfinden kalte und heiße Temperaturen nicht mehr so schnell als schmerzhaft.

Was die Studie untersucht

In dieser Studie möchten wir untersuchen, wie sich altersbedingte Unterschiede in der Wahrnehmung und Verarbeitung von teilweise unangenehmer Hitze auf der Haut in unserer Gehirnaktivität widerspiegeln. Dafür verwenden wir, in Zusammenarbeit mit der ZithaKlinik in Luxemburg Stadt, einen Magnetresonanztomographen (auch bekannt als Kernspintomograph).

Dieser erzeugt ein starkes magnetisches Feld und wird standardmäßig im Klinikalltag und in der Forschung verwendet, um Strukturen und Funktionen von Geweben und Organen im Körper zu untersuchen, ohne dabei auf Röntgenstrahlung oder ionisierende Strahlung zurückgreifen zu müssen.

Damit wir auf einen Zehntelgrad genau bestimmen können, welche Temperatur Sie fühlen, verwenden wir zudem eine sogenannte Thermode. Dies ist eine kleine Metallplatte, die wir an Ihrem linken Unterarm befestigen würden und deren Temperatur wir mit Hilfe eines Computers präzise steuern können.

Bild: MRT-Modell eines Gehirns mit farblich markierten Gehirnregionen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme

Sie sollten

  • zwischen 18 und 35 oder 65+ Jahre alt sein
  • fließend Deutsch, Französisch oder Englisch sprechen
  • unter keinen chronischen oder akuten Schmerzen leiden
  • sich in guter gesundheitlicher Verfassung befinden

Da es sich um eine Magnetresonanzstudie handelt, werden wir vorab mit Ihnen persönlich weitere Voraussetzungen durchgehen.

Teilnehmer werden bis Juni 2019 angenommen.

Was der Studienteilnehmer tun muss

Eine Studienteilnahme beinhaltet zwei anderthalb- bis zweistündige Termine. Zunächst werden wir an der Universität Luxemburg am Campus Esch-Belval einige Tests durchführen, um Ihre Gedächtnis- und andere Fähigkeiten besser einschätzen zu können. In einem Folgetermin werden wir in der ZithaKlinik in Luxemburg Stadt Ihre Gehirnaktivität untersuchen, während wir Ihnen Hitzereize unterschiedlicher Intensität am Arm verabreichen.

Als Dankeschön für Ihre Teilnahme erhalten Sie 40€ für beide Termine, eine CD mit MRT-Bildern Ihres Gehirns sowie die Chance, einen Geschenkgutschein im Wert von 80€ zu gewinnen. Auf Wunsch geben wir Ihnen auch gerne eine Rückmeldung bezüglich Ihrer Testergebnisse.

Wem dient diese Studie?

Wir arbeiten im Bereich der Grundlagenforschung. Das bedeutet, dass unsere Forschungsergebnisse uns ein besseres und tieferes Verständnis von altersbedingten Veränderungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinneseindrücken liefern. Langfristig gesehen können unsere Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Methoden z.B. zur Behandlung von Schmerzen im Alter beitragen. Die Studie stellt daher eine wichtige Grundlage für klinische Studien in der Zukunft dar. Wir würden uns freuen, wenn Sie durch Ihre Teilnahme dazu einen aktiven Beitrag leisten.

Leiter der Studie und Kontakt

Die Studie wird von Wissenschaftlern an der Universität Luxemburg (Forschungseinheit INSIDE) unter der Leitung von Dr. Marian van der Meulen durchgeführt. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind oder Fragen haben, melden Sie sich bei Dr. Marian van der Meulen oder Katharina Rischer unter:  brainstudy@uni.lu, Tel. (+352) 466 644 6284 oder über die Internetseite der Studie https://insideblog.uni.lu/brainstudy_de/.

Autorinnen: Katharina Rischer und Dr. Marian van der Meulen (Universität Luxemburg)
Foto (oben): Pixabay (https://pixabay.com/en/brain-think-human-idea-20424/)
Foto (im Text): Dr. Marian van der Meulen

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