(C) ArcelorMittal

Rund 150.000 Tonnen Stahlwände wurden nach Italien geliefert und sind dort ab 2016 als Teil des Milliardenprojekts im Einsatz.

Für die Lagunenstadt könnte die nächste Flut die letzte sein. Stahl aus Luxemburg hilft künftig dabei, dies zu vermeiden.

MOSE heißt das Projekt, mit dem Flutwellen von Venedig ferngehalten werden sollen. Mit dabei: ArcelorMittal Luxemburg. In den Werken Belval und Differdange des Stahlkonzerns sind die Spundwände entstanden, an denen in Zukunft die Wassermassen abprallen werden. Klar, dass dies kein „leichtes“ Unterfangen ist: Rund 150.000 Tonnen Stahlwände wurden nach Italien geliefert und sind dort ab 2016 als Teil des Milliardenprojekts im Einsatz.

Die Wände sind wesentlicher Teil der an den drei Eingängen zur Lagune angebrachten mobilen Staudämme: Diese sind am Meeresboden installiert und können, ähnlich einer Zugbrücke, bei Bedarf hochgefahren werden. Dass beim größten italienischen Infrastrukturprojekt seit dem 2. Weltkrieg auf Luxemburger Stahl zurückgegriffen wurde, hat übrigens einen einfachen Grund: Nur ganz wenige andere Stahlwerke weltweit könnten solch einen Auftrag stemmen. 

Foto: ArcelorMittal

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Did you know it’s from Luxembourg?

Der Name der Rubrik in der Zeitschrift FOCUS, die von Luxinnovation, der Nationalen Agentur für Innovation und Forschung, herausgegeben wird, ist nicht zufällig gewählt. Das eine oder andere Ergebnis der Industrieforschung dürfte selbst viele Einwohner Luxemburgs überraschen: Es geht um Produkte, die für Innovations- und manchmal auch für Weltmarktführerschaft stehen, die in unserem Alltag präsent sind, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Um dies zu ändern, stellt science.lu mit Unterstützung von Luxinnovation diese Produkte und damit auch die Exzellenz des Innovations- und Forschungsstandorts Luxemburg vor. Die Originalartikel in Englisch gibt es unter: http://www.luxinnovation.lu/Publications/FOCUS-on-Research-and-Innovation-in-Luxembourg

 

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