Der Vliesstoff ist so eng verarbeitet, dass er einerseits keine Flüssigkeiten nach innen durchlässt, aber andererseits atmet, das heißt Luft- und Wasserdampf nach außen lässt.

Tyvek aus dem Hause Dupont steht für Schutzkleidung, die so ziemlich allem standhält.

Tyvek ist das, was man eine Erfolgsstory nennt. Hinter dem Namen, der klingt wie ein orientalischer Snack, verbirgt sich eine der robustesten Schutzkleidungen der Welt. Das Geheimnis des Materials: Der Vliesstoff ist so eng verarbeitet, dass er einerseits keine Flüssigkeiten nach innen durchlässt, aber andererseits atmet, das heißt Luft- und Wasserdampf nach außen lässt.

Das sind perfekte Voraussetzungen für den Schutz nicht nur der Arbeiter in der japanischen Nuklearruine, sondern auch bei der Asbestentsorgung oder gar bei kreativen Betätigungen wie Graffiti sprühen. Darüber hinaus wird das bereits in den 1960er Jahren entwickelte und in Contern hergestellte Tyvek auch für die Isolation von Dächern, als Werbebande oder beim Drachenbau verwendet. Mehr Infos unter: www.dupont.lu

Infobox

Did you know it’s from Luxembourg?

Der Name der Rubrik in der Zeitschrift FOCUS, die von Luxinnovation, der Nationalen Agentur für Innovation und Forschung, herausgegeben wird, ist nicht zufällig gewählt. Das eine oder andere Ergebnis der Industrieforschung dürfte selbst viele Einwohner Luxemburgs überraschen: Es geht um Produkte, die für Innovations- und manchmal auch für Weltmarktführerschaft stehen, die in unserem Alltag präsent sind, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Um dies zu ändern, stellt science.lu mit Unterstützung von Luxinnovation diese Produkte und damit auch die Exzellenz des Innovations- und Forschungsstandorts Luxemburg vor. Die Originalartikel in Englisch gibt es hier.

Auch interessant

Luxemburgische Ermittlung Die Wissenschaften im Mittelpunkt der polizeilichen Ermittlungsmethoden

Welche Aufgaben haben Kriminaltechnik und -wissenschaft? Entsprechen unsere Serien der Realität? Digitaler oder genetisc...

Geschichte der Gerechtigkeit Auf der Suche nach Dokumenten, die neue Einblicke in die Geschichte Luxemburgs versprechen

Was kann die Vergangenheit uns über die Gegenwart und Zukunft sagen? Nina Janz gibt Einblicke in ihre Arbeit als wissens...

Hypothetischer Lexit Was wäre, wenn sich Luxemburg aus der EU verabschieden würde?

Mal angenommen, die Luxemburger würden wie die Briten in einem Referendum den Austritt aus der EU beschließen. Welche Fo...

FNR

Auch in dieser Rubrik

Alte Hochöfen in Belval
Simulationsmodell XDEM Informationen über Vorgänge im Inneren eines Hochofens

Vorgänge im Hochofen kann man aufgrund der schweren Zugänglichkeit nur sehr schwer messen, mit Hilfe des Rechenmodells XDEM aber sehr genau beschreiben.

Angewandte Forschung Wie stellt man den perfekten Reifen her?

Beatriz Basterra Beroiz hat für ihre Doktorarbeit bei der Firma Goodyear geforscht um die perfekten Eigenschaften von Gummireifen herauszufinden

Nanomaschinen
Nanotechnologie Thermodynamik auf der Mikroebene

Im Rahmen einer Forschungsarbeit an der Uni Luxemburg wird untersucht, wie Schwärme von Nanomaschinen die Effizienz von Maschinen steigern könnten.

Luxembourg 2060 So werden Luxemburgs Städte zukunftsfähig

Smartphone. Smartwatch. Smarthome. Alles scheint smarter zu werden. Am Luxemburg Institute of Science and Technology (LIST) ersinnt Sylvain Kubicki die “Smartcity”.