Warum arbeitet eine Krankenschwester in der Forschung? Weil es ohne sie nicht geht.

Marylène d’Incau ist eine solche „Forschungskrankenschwester“ – und zwar am LIH (Luxembourg Institute of Health). Im Buch „Mäin Job, meng Passioun“ beschreibt sie auf anschauliche Weise ihre tägliche Arbeit rund um wissenschaftliche Studien.

„Während unserer Studien bin ich einerseits Koordinatorin, die eng mit dem Projektleiter zusammen arbeitet, um die praktische Phase unserer Umfragen zu koordinieren und beispielsweise Fragebögen zusammen zu stellen. Andererseits organisiere ich und helfe beim Sammeln der Daten, die wir für die jeweilige wissenschaftliche Studie benötigen.“

Zudem, so die gebürtige Luxemburgerin weiter, mache sie mitunter dieselbe Arbeit, die ihre Berufskolleginnen in anderen Krankenhäusern auch machen:

„Ich mache die gleichen medizinischen Untersuchungen und den Patienten, die an unseren Studien teilnehmen, helfe ich beim Ausfüllen der medizinischen Fragebögen.

Das ganze Interview mit Marylène d’Incau gibt es im Buch "Mäin Job, méng Passioun".

 

Infobox

« Mäin Job, meng Passioun »

Das LIH (Luxembourg Institute of Health) hat kürzlich ein Buch über Forschungsberufe mit dem Titel « Mäin Job, meng Passioun » publiziert. Darin reden Techniker, Ingenieure, Doktoranden, Forschungs-Krankenpflegerinnen vom LIH mit Begeisterung über ihren Beruf, ihre Studien, ihre Hobbys – und sich selbst. Heraus kamen ungewöhnliche Portraits, oft nicht dem klassischen Lebensweg entsprechend, mit dem Ziel, jungen und nicht mehr so jungen Menschen die Forschungsarbeit und das Leitmotiv dieser Forscher näher zu bringen und den Jugendlichen Berufsberatung anzubieten. Das Buch ist erhältlich in Luxemburgisch, Französisch und Deutsch.

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