Wie funktioniert unser Immunsystem?

24.01.14

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Die Impfung  ist eine vorbeugende Maßnahme, die dem Körper helfen soll, sich besser gegen verschiedene Krankheiten zu wehren: Ab frühestem Kindesalter wird der Mensch daher gegen viele bakteriell oder viral bedingte Infektionskrankheiten geimpft.

Bei einer Impfung wird entweder eine abgetötete, abgeschwächte oder fragmentierte Form eines Krankheitserregers oder auch dessen Giftstoff in den Körper eingebracht, um so eine kontrollierte Erstreaktion des Immunsystems auszulösen.

Dringt später einmal der echte Krankheitserreger ein, reagiert der Körper schneller und kann dadurch oft eine Erkrankung verhindern: Das ist das Grundprinzip einer Impfung.

Die Körperpolizei – unser natürliches Abwehrsystem

Dringen Viren (oder Bakterien) in unseren Körper ein, wird ein natürliches Abwehrsystem aktiviert: Sogenannte Makrophagen, T-Zellen und B-Zellen, unsere Körperpolizei, treten in Aktion.

Mit den Makrophagen fängt es an. Diese sogenannten Fresszellen erkennen allgemein Fremdstoffe im Körper und verleiben sich diese ein: Viren und Bakterien werden gefressen und verdaut.

Nun geschieht etwas für die Körperabwehr sehr wichtiges: Die Makrophagen präsentieren einzelne Teile der Angreifer, die sogenannten Antigene, nach außen. Das ist das Signal für herumwandernde T-Zellen. Sie erkennen die präsentierten Antigene und werden dadurch auf die Eindringlinge aufmerksam. 

Die Zahl der T-Zellen und B-Zellen wächst rapide an

Sofort „rufen“ sie nach Hilfe: Im Körper geschieht dies natürlich nicht durch lautes Schreien, sondern durch das Ausschütten von Stoffen, auf die sowohl T-Zellen als auch B-Zellen durch rapide Zellteilung reagieren. Aus zwei Zellen werden vier, dann acht, dann sechzehn: Die innere Polizei wächst an.

Die in diesem Schritt gebildeten T-Zellen können töten: Die Makrophagen erhalten zusätzliche Hilfe; außerdem treten auch die B-Zellen nun verstärkt in Aktion: Sie stellen Unmengen sogenannter Antikörper her, die spezifisch auf den jeweiligen Erreger zugeschnitten sind.

Die Antikörper bewegen sich frei herum und setzen sich nicht nur an erkrankten Zellen, sondern auch an freien Antigenen und am Krankheitserreger selbst fest und markieren diese dadurch einwandfrei zur Zerstörung.

Gedächtniszellen: Das Ass im Ärmel und Grundprinzip der Impfung

Bei einer Erstinfektion braucht dieser Prozess einige Zeit, denn der Körper hat zunächst nur einige wenige T-Zellen, die auf den jeweiligen Erreger reagieren. Der ganze Rest der Abwehr muss erst aufgebaut werden.

Im Falle einer zweiten Infektion hat unser Immunsystem ein Ass im Ärmel. Einige der B-Zellen wurden zu sogenannten Gedächtniszellen: Wird der von ihnen hergestellte Antikörper wieder einmal gebraucht, können sie sich sofort rasant vermehren und zur Massenproduktion übergehen. Dies ist das Prinzip der Impfung.

Autor: Liza Glesener
Foto: ©marcus/Shotshop.com

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