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Die Challenge
Baut im Team eine vorgegebene Struktur aus Bausteinen (z. B. Lego) möglichst schnell und korrekt nach – ohne dass alle Teammitglieder die Struktur sehen dürfen.
Gespielt wird in Dreierteams, in dem es drei Rollen gibt:
- Architekt(in)
Nur diese Person sieht die Originalstruktur. - Messenger
Sie übermittelt die Informationen zwischen Architekt(in) und Baumeister(in) – darf aber keine Struktur sehen. - Baumeister(in)
Baut die Struktur im Verborgenen nach, nur anhand der übermittelten Informationen des Messengers.
Das Team, das als erstes die Struktur korrekt nachgebaut hat, gewinnt!
Eckdaten
- Thema: Kommunikation, Teambuilding, Strategie
- Dauer: 40-50 Minuten
- Teams mit 3 Personen
- Vorbereitung: ++ (etwas Vorbereitung)
Material
- Für jedes Team:
- Zwei gleich groβe Bauplatten (Lego oder Duplo)
- zwei identische Sets Bausteine mit jeweils 5 Steinen
- einmal als lose Steine (für den Baumeister),
- einmal als fertig aufgebaute Struktur (für den Architekten)
- Zwei Umschläge, sowie Bücher oder Boxen zum Verdecken der Materialien
- Papier (2 Blätter) und Stifte (zum Notieren von Codes)
Organisation
- Bilde Gruppen zu je drei Personen.
- Falls die Gruppenzahl nicht aufgeht, können die übrigen Personen der Lehrperson bei der Überwachung der Challenge und bei der Überprüfung der Strukturen helfen.
Regeln
- Die Ausgangsstruktur darf nicht verändert werden.
- Der Messenger darf nur gesprochene Informationen weitergeben.
- Der Messenger darf keine der Strukturen sehen („blind“).
- Jedes Team darf einen eigenen Code auf Papier entwickeln.
- Rückfragen vom Baumeister sind nicht erlaubt. (Diese Regel könnt ihr weglassen, wenn ihr die Challenge vereinfachen möchtet)
Los geht’s!
Phase 1: Beratungszeit
Bevor die eigentliche Challenge beginnt, haben die Teams 5-10 Minuten Zeit, um ihre Kommunikationsstrategie zu planen. Zu diesem Zeitpunkt wissen die Personen noch nicht, welche Rolle sie im Spiel einnehmen werden.
Auch die Bausteine und Bodenplatte sehen die Teams zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ihr könnt ihnen aber sagen, dass es sich um die üblichen Bausteine handelt. (und zum Beispiel keine speziellen Figuren)
Tipp:
Eine gute Strategie, ist eine, mit der die Bausteine unterschiedlicher Farben, Größen und Positionen möglichst eindeutig beschrieben werden können. Gleichzeitig sollten die Informationen, die vom Messenger übertragen werden, möglichst kurz und einfach zu merken sein.
Diese Phase ist zentral, denn hier zeigt sich, welches Team eine klare, effiziente und robuste Kommunikationsstrategie entwickelt.
Am Ende der Beratungszeit werden die Rollen ausgelost.
Phase 2: Die Challenge
- Architekt(in) und Baumeister(in) stehen an entgegengesetzten Seiten des Raumes.
- Beide arbeiten verdeckt, z. B. hinter Büchern.
- Der Messenger bewegt sich zwischen beiden hin und her, ohne eine Struktur zu sehen.
Die Spielleitung gibt das Startsignal.
Sobald ein Team glaubt, fertig zu sein, ruft es „Take Off!“. Das Lehrpersonal oder die Helfer kontrollieren, ob die Struktur korrekt nachgebaut ist.
- Ist die Struktur korrekt → Sieg
- Ist sie falsch → das Spiel läuft weiter
Phase 3: Auswertung und Diskussion
Nach dem Spiel folgt eine gemeinsame Reflexion:
- Welche Kommunikationsstrategie hat am besten funktioniert?
- Welche Begriffe oder Codes waren besonders hilfreich?
- Wo gingen Informationen verloren – und warum?
Tipps aus unseren Tests
- Nicht zu komplex starten
Schon eine Struktur mit fünf Bausteinen kann sehr anspruchsvoll sein, da Position, Farbe und Größe stimmen müssen. - Für jüngere Klassen
Erlaube die verbale Kommunikation in beide Richtungen und zeige den Teams die Bausteine, bevor es los geht - Rollen auslosen
Die sorgt dafür, dass alle Schüler die Kommunikationsmethode genau verstehen müssen.
Lernziele
Die Schülerinnen und Schüler:
- entwickeln klare und präzise Kommunikationsstrategien,
- lernen, Informationen strukturiert und verständlich weiterzugeben,
- erkennen den Wert gemeinsamer Codes und eindeutiger Begriffe,
- stärken ihre Teamarbeit.
Autoren: Joseph Rodesch und Lucie Zeches
Die Ausarbeitung dieser Rubrik wurde von science.lu in Kooperation mit dem Script (Service de Coordination de la Recherche et de l´Innovation pédagogiques et technologiques) durchgeführt.