Déi kleng Fuerscher

Déi kleng Fuerscher

Der Verein bietet für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren Experimentier-Workshops an.

Der Verein „Déi kleng Fuerscher – die kleinen Forscher“ bietet für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren Experimentier-Workshops an. In ihnen beschäftigen sich die Kinder mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen aus ihrem Alltagserleben. Sie nähern sich Fragen wie „Wie wäscht Seife?“. Die Kinder führen einfache Experimente mit ungefährlichen Materialien und Geräten durch, die in jedem Haushalt vorhanden sind.

Die Workshops werden von professionell geschulten Kursleiterinnen durchgeführt, die Erfahrung auf dem Gebiet der altersgerechten Vermittlung haben und auch außerhalb des Vereins Kurse in Kindergärten und Grundschulen anbieten.

Schulklassen können sich zu Workshops anmelden, die zu vorgegebenen Zeiten in einem festen Programm angeboten werden. Diese Workshops können aber auch zu abgesprochenen Zeiten gebucht oder an die Bedürfnisse der Gruppen angepasst werden. Es ist zudem möglich, dass Eltern ihre Kinder individuell zu Kursen anmelden. Hier können Lehrer oder Privatpersonen Workshops von „Déi kleng Fuerscher“ buchen.
 

- Name: Déi kleng Fuerscher

- Organisationsform: gemeinnütziger Verein a.s.b.l. (association sans but lucratif)

- Gegründet: 2010

- Hauptsitz: L-4243 Esch-sur-Alzette, 55, rue Jean-Pierre Michels

- Vereinszweck: Förderung einer naturwissenschaftlichen Allgemeinbildung von Kindern vorrangig im Alter von fünf bis zwölf Jahren.

- Gründungsmitglieder: Gérard Wagener, Chemielehrer; Marc Röder, Diplom Informatiker; Patrick Pacella, Chemielehrer

- Themenauswahl: Strom, Robotik, Mechanik, Farben, Tinte, Kosmetik, Geschmack

- Webseite: www.deiklengfuerscher.lu

Was ist das Ziel der Arbeit?

Der Verein „Déi kleng Fuerscher“ will Kindern im Grundschulalter eine naturwissenschaftliche Sicht auf Alltagsphänomene und naturwissenschaftliches Grundwissen vermitteln. An die Antworten auf Fragen wie: „Was ist Luft?“, „Wie entsteht ein Regenbogen?“ oder „Wie funktioniert eigentlich Strom?“ sollen die Kinder durch selbständiges Durchführen einfacher Experimente herangeführt werden. Dabei setzen die Kursleiterinnen auf die natürliche Neugier der Kinder und ihren Spaß am Experimentieren. Die Kinder sollen ihre neuen Erkenntnisse auch umsetzen, indem sie praktisch arbeiten. Unter Anleitung hantieren sie mit harmlosen Substanzen und stellen beispielsweise Parfüm her, rühren Cremes an oder stellen Geheimtinte her, die sie im Anschluss natürlich auch benutzen.

Wie gehen die Anbieter vor?

Kinder an Naturwissenschaften heranführen

Das Maskottchen Pit spielt eine wesentliche Rolle in den Workshops: Es erzählt zu Beginn eine Geschichte aus seinem Alltag. An ihrem Ende steht eine naturwissenschaftliche Frage, die Bezug auf das Alltagserleben der Kinder nimmt. Bei ihrer Lösung sollen die kleinen Forscher Pit helfen.

Beispielsweise beim Auswaschen von Flecken: Damit soll die Frage geklärt werden, wie Seife wäscht. Die Kinder erleben in der experimentellen Situation, wie sich Seife auf die Durchmischung von verschiedenen Substanzen auswirkt. Dazu schütteln sie Wasser in einem verschließbaren Behälter mit etwas Pflanzenöl. Die Kinder erfahren, dass sich die verschiedenen Flüssigkeiten nicht dauerhaft mischen und sich stattdessen immer wieder trennen. So lernen sie den Grund dafür kennen, dass sich fettige Flecken mit reinem Wasser nicht gut auswaschen lassen.

In einem zweiten Schritt fügen die Kinder ein paar Tropfen Spülmittel hinzu und erleben ein anderes Verhalten der Flüssigkeiten: Das Pflanzenöl trennt sich nach dem Schütteln nicht mehr vom Wasser, es entsteht eine milchige Flüssigkeit. Durch die Seife konnte eine bessere Durchmischung des Wassers mit dem Pflanzenöl erreicht werden. Anders als reines Wasser ist Seifenwasser also in der Lage, einen fettigen Fleck zu lösen. Ein gundlegender Aspekt der Funktion von Waschmitteln ist so vermittelt worden.

Neugier durch Experimente stillen

Zum pädagogischen Ansatz des Vereins gehört es, Kinder durch eigenes Handeln Zusammenhänge erfahren zu lassen, die in ihrem täglichen Leben eine Rolle spielen. Das Konzept der naturwissenschaftlichen Frühförderung knüpft an den Handlungsdrang von Kindern und das spontane Interesse an Naturphänomenen an. Kinder werden aber nicht nur kognitiv angesprochen, sondern können auch ihre feinmotorischen und sprachlichen Fähigkeiten einbringen. Mit Blick auf den späteren Bildungsweg wird den Kindern gezeigt, wie sie ihre Neugier auch durch einfache eigene Experimente stillen und sich motorisch und sprachlich ausprobieren können. Berührungsängste mit naturwissenschaftlichen Themen werden so abgebaut.

Die Dauer der Workshops liegt zwischen zwei und neun Stunden und orientiert sich am Alter der Kinder. Längere Workshops können auch in verkürzten Varianten entsprechend den Bedürfnissen einer Gruppe angeboten werden.

Autor: scienceRELATIONS
Fotos: Déi kleng Fuerscher

Infobox

Nice to know

Von Eltern für Kinder – naturwissenschaftliche Allgemeinbildung

Der gemeinnützige Verein Déi kleng Fuerscher wurde 2010 von Vätern gegründet, die beruflich im naturwissenschaftlichen Bereich tätig sind. Den Ansatz des Vereins, die natürliche Neugier von Kindern zu nutzen, um ihr Interesse an Naturwissenschaft zu wecken, hat auch der FNR honoriert. 2016 erhielten Gérard Wagener und Astrid Maischak von Déi kleng Fuerscher zusammen mit Maryse Lallemand, Lehrerin an der Grundschule „Dellhéicht“, den „FNR Award for Outstanding Promotion of Science to the Public“. Der Preis wurde ihnen für das experimentelle Theaterstück „Die Alchemisten von Dellhéicht“ verliehen, das von Schülern aus dem Escher „Lycée des Garçons“ und der Grundschule „Dellhéicht“ aufgeführt wurde. 

Außergewöhnlich und ausgezeichnet

Für die Workshops „Wasser ein edles Tröpfchen“ und „Wunderwelt der Farben“ wurden Gérard WAGENER, Astrid MAISCHAK und Sandra THERWER  vom Verein Déi kleng Fuerscher mit dem FNR Award for Outstanding Promotion of Science to the Public ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich an Personen, Institutionen und Vereine vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert.

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