Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen eingelagert. Nach Angaben des norwegischen Landwirtschaftsministeriums wurden 773 Proben deponiert, darunter Sonnenblumen, Getreide und Buchweizen.

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen eingelagert. Nach Angaben des norwegischen Landwirtschaftsministeriums wurden 773 Proben deponiert, darunter Sonnenblumen, Getreide und Buchweizen.

Die Ukraine hat erstmals seit 2012 wieder Saatgut im arktischen Saatgut-Tresor auf Spitzbergen einlagern lassen. In dieser Woche seien 773 Proben in die norwegische Anlage gebracht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Oslo mit. Darunter seien verschiedene Sorten von Sonnenblumen, Getreide, Buchweizen und Futterpflanzen.

Die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreideproduzenten Europas. Nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) umfasst ihre Sammlung pflanzengenetischer Ressourcen mehr als 154.000 Proben von rund 2000 Arten.

Gebäude und Infrastruktur der nationalen Genbank im ostukrainischen Charkiw waren 2022 durch russischen Beschuss beschädigt worden. Die Sammlung wurde daraufhin in den Westen des Landes verlegt, weit entfernt von der Front. Die jetzige Einlagerung auf Spitzbergen erfolgte nach dem Beitritt der Ukraine zu einem von der FAO ausgehandelten internationalen Abkommen über pflanzengenetische Ressourcen.

Der 2008 eröffnete Saatgut-Tresor liegt rund 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt tief in einem Berg. Die als pflanzliche "Arche Noah" bezeichnete Anlage soll Nutzpflanzen für künftige Generationen bewahren und ihre Vielfalt vor Kriegen, Naturkatastrophen, Krankheiten und den Folgen des Klimawandels schützen. In den Kühlkammern lagern mittlerweile mehr als 1,4 Millionen Saatgutproben aus aller Welt. Ihre Eigentümer können sie jederzeit wieder abholen.

Die Anlage liegt in einer vor dem Anstieg des Meeresspiegels geschützten Höhe und soll dank des Dauerfrostbodens auch bei einem Ausfall der Kühlung Schutz bieten. Dennoch hinterließ die Erderwärmung bereits Spuren: 2016 drang Wasser in den Zugangstunnel ein. Das Saatgut blieb unversehrt. Anschließend wurde die Anlage für rund 20 Millionen Euro besser gegen eindringendes Wasser geschützt.