Die europäische Trägerrakete Ariane 6 soll im laufenden Jahr bis zu acht Mal ins All fliegen. "Das bedeutet einen beachtlichen Anstieg für eine große Trägerrakete", sagte der Chef von ArianeGroup Martin Sion.

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 soll im laufenden Jahr bis zu acht Mal ins All fliegen. "Das bedeutet einen beachtlichen Anstieg für eine große Trägerrakete", sagte der Chef von ArianeGroup Martin Sion.

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 soll in diesem Jahr bis zu acht Mal ins All fliegen. "Das bedeutet einen beachtlichen Anstieg für eine große Trägerrakete", sagte der Chef des Luft- und Raumfahrtunternehmens ArianeGroup, Martin Sion, am Montag in Courbevoie westlich von Paris. Damit verdoppelt das Unternehmen zwar seine Flüge ins Weltall, bleibt aber immer noch weit hinter dem US-Konkurrenten SpaceX zurück. Die Firma des Multimilliardärs Elon Musk schickte 2025 im Schnitt zwei Mal monatlich ihre teilweise wiederverwendbare Trägerrakete Falcon 9 ins All.

Im Februar soll Ariane 6 ihren ersten kommerziellen Flug für das Satellitennetz des Amazon-Konzerns von Jeff Bezos absolvieren. Dafür soll die Trägerrakete erstmals mit vier Boostern versehen werden, die seine Nutzlastkapazität auf knapp 22 Tonnen verdoppeln. Das Startdatum soll in Kürze bekanntgegeben werden.

Bei ihren vier vorherigen Flügen 2025 hatte die Ariane 6 Satelliten für Institutionen ins All gebracht, unter anderem das französische Verteidigungsministerium und das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus.

Das Satellitennetz des Amazon-Konzerns mit dem Namen Amazon Leo ist mit 18 von 30 geplanten Flügen derzeit der größte Kunde von Ariane 6. Amazon Leo hat derzeit etwa 150 Satelliten im Orbit und strebt langfristig das Aussetzen von mehr als 3200 Satelliten an. Das Konkurrenz-Netz Starlink von Musk stützt sich aber bereits auf mehr als 6000 Satelliten.

"Was wir für Amazon tun, tun wir, um für Iris2 verfügbar zu sein", sagte der Chef der Ariane-Tochterfirma Arianespace, David Cavaillolès, mit Blick auf eine von der EU geplante Satellitenkonstellation, die 2029 ihren Betrieb aufnehmen soll.

Ariane 6 hatte im Juli 2024 ihren Jungfernflug absolviert. Mit dieser Trägerrakete will Europa in der Raumfahrt unabhängiger von den USA und Russland werden. Sie wurde jedoch im Unterschied zur Falcon 9 nicht als wiederverwendbares Modell konzipiert, weil dies ihre Inbetriebnahme noch weiter verzögert hätte.

Europa hatte seit dem letzten Start der Trägerrakete Ariane 5 im Juni 2023 mehr als anderthalb Jahre keinen eigenen Zugang zum Weltall. Derzeit wird das lukrative Geschäft mit Trägerraketen von SpaceX dominiert.