Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, hat die hohe Zahl von etwa 30.000 Promotionen pro Jahr in Deutschland kritisiert. "Diese Entwicklung müssen wir kritisch hinterfragen", sagte Alt dem "Handelsblatt" aus Düsseldorf vom Mittwoch. Eine Promotion sei in Deutschland attraktiv, weil sie bei der Karriere helfe. Doch die Hochschulen brauchten "diese Masse" nicht. "Am Ende bleibt nicht einmal jeder fünfte in der Wissenschaft", sagte Alt.

Er forderte, die Zahl der Promotionen zu reduzieren. Eine Garantie für eine akademische Karriere könne die Promotion ohnehin nicht bieten. "Aber wir sollten auch nicht bei zu vielen die Hoffnung darauf wecken", sagte Alt.