Forscher haben auf den Galápagos-Inseln zwei neue Gecko-Arten entdeckt. Die Echsen wurden auf zwei Vulkanen auf der Insel Isabela gefunden, wie der Nationalpark der Galápagos-Inseln am Donnerstag mitteilte. "Unser Archipel ist mit Sicherheit der am meisten studierte der Welt", sagte Nationalpark-Direktor Jorge Carrion. "Aber er überrascht uns immer wieder mit neuen Entdeckungen."

Die eine Gecko-Art mit dem Namen Phyllodactylus andysabini stammt den Angaben zufolge vom Vulkan Wolf. Die andere Art Phyllodactylus simpsoni wurde auf dem Vulkan Darwin gefunden, sie kommt aber auf der gesamten Insel und auf der Nachbarinsel Fernandina vor.

Entdeckt wurden die neuen Arten von Wissenschaftlern, die für die beiden US-Organisationen Tropical Herping und Galapagos Conservancy sowie die Nationalparkverwaltung arbeiten. Sie stellten ihre Forschungsergebnisse in einem Buch über die Reptilien der Galápagos-Inseln vor, in dem sie auch 56 andere endemische Arten beschreiben - also Arten, die nur auf den Galápagos-Inseln vorkommen. Dass die beiden neu entdeckten Arten bisher unentdeckt waren, wurde anhand von DNA-Tests nachgewiesen.

Die 1978 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärten Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen tausend Kilometer westlich der südamerikanischen Küste. Die Artenvielfalt auf den abgelegenen Vulkaninseln im Pazifik ist weltweit einzigartig. Der britische Naturforscher Charles Darwin entwickelte nach seinem Besuch der Inseln seine Evolutionstheorie.