Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland ist das zweite Jahr in Folge gesunken. Im Sommer- und Wintersemester nahmen insgesamt 508.200 Männer und Frauen ein Studium auf- 0,7 Prozent weniger als in den im Jahr 2018 gestarteten Semestern, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit sank die Zahl der Studienanfänger bereits das zweite Jahr in Folge. Insgesamt stieg die Zahl der Studenten dennoch weiter, an den Hochschulen waren rund 2,9 Millionen Studenten eingeschrieben und damit etwa ein Prozent mehr als vor einem Jahr.

Vom Rückgang der Erstsemester sind nach einer ersten Auswertung die Fächer Maschinenbau und Bauingenieurswesen besonders betroffen. Im Studiengang Maschinenbau/Verfahrenstechnik sank die Zahl der Studienbeginner um 1,6 Prozent auf 31.500, im Bauingenieurswesen sogar um 3,5 Prozent auf 10.800. Hingegen erhöhte sich in den technischen Berufen die Zahl der neuen Informatikstudenten um zwei Prozent auf 41.400.

Nach Hochschularten unterschieden wandten sich die Studienbeginner vor allem von Universitäten ab, hier gab es ein Minus von 3,1 Prozent bei den Ersteinschreibungen. An den Kunsthochschulen lag der Rückgang bei 0,3 Prozent. Demgegenüber stieg die Zahl der Erstsemester an Fachhochschulen um 1,2 Prozent und an Verwaltungsfachhochschulen sogar um 14,3 Prozent.