Tägliches Lesen verbessert Schulnoten einer Studie zufolge nachweislich. Kinder, die mit zehn Jahren in ihrer Freizeit täglich gelesen haben, besuchen mit 14 Jahren mit einer um zehn Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit ein Gymnasium, wie die Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, über welche die Funke-Mediengruppe am Mittwoch vorab berichtete.

Auch die Durchschnittsnoten verbessern sich demnach: Ein täglich lesender Zehnjähriger sei mit 14 Jahren in der ersten Fremdsprache im Schnitt eine Viertelnote besser. Auch das tägliche Vorlesen bei jüngeren Kindern trage zu einer Verbesserung bei.

In der Studie wurde untersucht, wie sich das tägliche Vorlesen mit sechs Jahren und das Lesen in der Freizeit mit zehn Jahren auf die Schulnoten vier Jahre später und den Übergang auf die weiterführenden Schulen auswirken. Der familiäre Hintergrund der Kinder wurde kontrolliert, weil er das Leseverhalten und den Schulerfolg beeinflussen könnte.

Wichtig sei, dass Kinder kontinuierlich lesen, sobald sie es selbst könnten, erklärten die Forscher. Mit zunehmenden Alter nehme die Häufigkeit des Lesens in der Freizeit ab. 56 Prozent der Zehnjährigen lesen demnach täglich, bei den 14-Jährigen sind es nur noch 28 Prozent.