Ein 2012 in Argentinien entdeckter Titanosaurus stellt einer jüngsten Studie zufolge alle bisher gefundenen Riesensaurier in den Schatten. Eine Analyse der bislang gefundenen versteinerten Knochenfragmente deute darauf hin, dass der pflanzenfressende Sauropode 10 bis 20 Prozent größer war als das bisher bekannte größte Landlebewesen, der 2017 ebenfalls in Argentinien entdeckte Patagotitan mayorum, schrieb der Experte Alejandro Otero in einem am Mittwoch im Fachmagazin "Cretaceous Research" veröffentlichten Beitrag.

Laut dem Paläontologen des Museums von La Plata war der 2017 gefundene "Titan von Patagonien" rund 40 Meter lang und wog rund 70 Tonnen, etwa so viel wie zehn Elefanten. Er zeichnete sich zudem durch einen selbst für einen Sauropoden extrem langen Hals aus.

Von dem 2012 entdeckten möglicherweise noch größeren Giganten wurden laut dem Forscher bisher 24 Schwanzwirbel sowie Teile des Becken- und Brustgürtels gefunden, aber noch keine Oberarm- oder Oberschenkelnochen, die normalerweise zur Bestimmung der Körpermasse genutzt werden. Allerdings begannen die Ausgrabungsarbeiten erst im Jahr 2015, und nach Angaben der Forscher ist der Großteil des Skeletts noch im Felsgestein eingeschlossen. Sie hoffen, es in einigen Jahren "vollständig oder nahezu vollständig" bergen zu können.

Nach den bisherigen anatomischen Analysen lässt sich der noch unbenannte Gigant laut der Studie keiner bisher bekannten Gattung zuordnen. Sie erlaubten es derzeit aber auch "noch nicht, ihn als eine neue Spezies zu betrachten".