Das Luxembourg Institute of Science and Technologie (LIST) ist eine RTO (Research and Technology Organisation). Es ging im Januar aus dem Zusammenschluss der öffentlichen Forschungszentren Henri Tudor und Gabriel Lippmann hervor – beides Aushängeschilder der Luxemburger Forschung.

Das LIST konzentriert sich auf die Bereiche IT, Umwelt- und Materialtechnik, und somit auf die Säulen der nationalen Innovationsstrategie. Hierzu arbeiten die Forscher in den drei spezialisierten Abteilungen „Environmental Research and Innovation“, „IT for Innovative Services“ und „Materials Research and Technology“ an der Entwicklung von Spitzentechnologien; Themen sind z.B. die Optimierung der Wasserversorgung, die Verbesserung von Services mit Hilfe von IT-Systemen oder Forschung zu Verbundmaterialien und Nanotechnologien.

Expertise: Outsourcing und Schulungen

Mit seinen Aktivitäten soll das LIST zur sozio-ökonomischen Entwicklung Luxemburg beitragen. Hierzu bauen die Forschungsaktivitäten auf relevanten Themen auf, so dass die Ergebnisse für die Wirtschaft und die Bevölkerung verwertbar sind. Zudem setzt das LIST stark auf die Zusammenarbeit mit der Industrie. Das bedeutet konkret: Wissenschaftler arbeiten im Auftrag von Unternehmen jeder Größe an maßgeschneiderten Lösungen. In diesem Kontext profitieren die Firmen auch von PPP’s (PublicPrivatePartnerships). Das sind staatlich finanzierte Programme, die Unternehmen Zugang zur spezialisieren Expertise von PhD-, PostDoc-Studenten oder Forschern verschaffen.  

Technologie: Materialtests und Computer

Darüber hinaus stellt das LIST Partnern auch seine technologische Infrastruktur zur Verfügung. Das Angebot reicht hier von Materialtests über Genomanalysen bis hin zum Zugriff auf besonders leistungsstarke Computer. Mit all dem hilft das LIST bestehenden Unternehmen dabei, wissensbasierte Wettbewerbsvorteile zu sichern – und trägt gleichzeitig zur Entstehung neuer innovativer Produkte und Unternehmen bei. Ein Mittel zum Zweck in diesem Kontext: Die Kapitalisierung von Forschungsergebnissen z.B. in Form von Patenten – und deren Verwertung durch die Privatwirtschaft.

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Mehr Infos unter www.list.lu.

Autor: LIST
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Reiches Erbe: 40 Nationen und 50 Patentfamilien

Die beiden 1987 gegründeten Forschungszentren Gabriel Lippmann und Tudor waren Pioniere des jungen Forschungsstandorts Luxemburgs. Beiderorts wurde international anerkannte Kompetenz aufgebaut, die nun im LIST zusammen fließt. 630 Menschen aus 40 Ländern arbeiten in dem neuen Institut, das von seinen Vorgängern rund 50 Patentfamilien geerbt hat. 

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