Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der neuen Pisa-Studie sieht der Bildungsforscher Olaf Köller "Anlass für Alarm". Das sagte der Kieler Experte am Dienstag dem Portal "Zeit Online". Die sogenannte Risikogruppe der 15-Jährigen, die nicht richtig schreiben und rechnen könnten, sei mit 21 Prozent "wieder fast so groß wie beim Pisa-Schock vor zwei Jahrzehnten". In nicht gymnasialen Schulen liege ihr Anteil teilweise bei bis zu 30, 40 oder sogar 50 Prozent.

"Das ist dramatisch", sagte Köller. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellte am Dienstag eine neue Pisa-Studie vor. Demnach schnitten Mittelstufenschüler in Deutschland in den drei Kompetenzfeldern Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften schlechter ab als beim bei der vorigen Pisa-Studie von 2015. Im Bereich Lesen war das Minus laut OECD aber statistisch nicht belastbar.