Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich besorgt über die Leistungen der deutschen Schüler in der neuen Pisa-Studie gezeigt. Die von den Forschern der OECD festgestellte abflachende oder zunehmend negative Entwicklung könne "nicht unser Anspruch sein", sagte Karliczek am Dienstag in Berlin. So mache ihr Sorge, dass die Gruppe der leistungsschwachen Schüler wachse und gleichzeitig die Gruppe der leistungsstarken Schüler stagniere.

"Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung für bessere Bildung", sagte Karliczek. Deutschland scheue nicht den Vergleich mit den ganz leistungsstarken Ländern. "Da wollen wir hin", sagte die Ministerin.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht alle drei Jahre eine Pisa-Studie. Die deutschen Schüler lagen mit ihren Ergebnissen zwar über dem Durchschnitt der OECD-Staaten, verloren aber in allen drei untersuchten Kompetenzfeldern Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften.