Popstar Justin Bieber hat seine Fans wissen lassen, dass er unter Lyme-Borreliose leidet. Die von Bakterien verursachte Krankheit wird durch Zecken übertragen und kann Nervensystem und Gelenke schädigen. Als Symptome treten binnen vier Wochen grippeähnliche Symptome, Fieber Lymphknotenschwellungen oder die sogenannte Wanderröte auf, eine wachsende rote Stelle rund um den Zeckenbiss.

Eine Schutzimpfung gegen Lyme-Borreliose gibt es nicht. Früh erkannt, lässt sich die Infektion aber gut mit Antibiotika behandeln. Eine Borrelien-Infektion ist in jedem Fall ernst zu nehmen, denn sie kann noch nach Jahren Spätfolgen wie Lähmungen oder Arthritis, also Gelenkentzündungen, verursachen.

Der beste Schutz gegen eine Lyme-Borreliose ist das Tragen geschlossener Schuhe und langer Kleidung in Zeckengebieten sowie das Auftragen bestimmter Insektenabwehrmittel auf die Haut. Außerdem sollten Zecken schnellstmöglich entfernt werden, denn eine Zecke muss mindestens mehrere Stunden lang saugen, um Borrelien zu übertragen.

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist nicht bekannt. Das Robert-Koch-Institut verweist aber auf eine Studie, wonach die Krankenkassen hierzulande jährlich mehr als 214.000 Patienten mit Lyme-Borreliose registrieren.