Maarkollef Niederanven

23.04.13

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Verantwortungsvoll Hand anlegen an der eigenen Zukunft

Daran, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt gut und wichtig ist, wird wohl kaum jemand ernsthaft zweifeln. Und auch, dass es „höchste Zeit ist“, dass „man endlich was tun muss“, ist wohl den meisten klar. Nur: Wer ist „man“?

Das Maarkollef Niederanven gibt darauf eine klare Antwort: „Man“, das sind wir alle. Getreu diesem Motto setzen die Aktivitäten der pädagogischen Einrichtung bei denjenigen an, denen die Welt von morgen gehört: bei Kindern, die hier auch über den praktischen Umgang mit entsprechender Technik an das Thema herangeführt werden und im Schulgarten oder bei Ausflügen Natur hautnah erleben können.

Neugierig sein und selber machen

Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen können im Maarkollef fast alles rund um „Nachhaltige Entwicklung“ lernen – und experimentieren. Denn in Niederanven kommt man ohne den erhobenen Zeigefinger aus, stattdessen geht es handfest und praktisch zu. Kinder legen hier selbst Hand an und machen eigene Erfahrungen. Schließlich geht es auch darum, Neugierde und somit Forschergeist zu wecken.

Das Highlight

Ein zentrales Thema ist dabei „Wasser“. Nicht umsonst wird die Erde der „blaue Planet“ genannt, woraus sich die Bedeutung von Wasser für die Menschheit ergibt. Es geht darum, zu zeigen, was Wasser kann und wo überall Wasser drin ist.

So lernen Kinder z.B. anhand einer Flasche, welchen Druck Wasser erzeugen kann bzw. was herauskommt, wenn man Wasser mit Öl mischt. Oder aber, dass es ohne Wasser kein Papier gäbe. Erlebbar gemacht wird dies in der eigenen Lehrwerkstadt sowie in einer Ausstellung zum Thema. Angesprochen werden alle Sinne, das Wort erleben, der Spaß am Thema wird in Niederanven ernst genommen.

Ziel ist es, in einer Mischung aus Spielen und Lernen ein Bewusstsein zu schaffen, das den jeweiligen Workshop überdauert und den Anfang einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit Natur, Umwelt - und somit der eigenen Zukunft - bildet.

Und was ist steht sonst noch an?

Nicht nur rund um das Thema Wasser vermittelt das Maarkollef die nachhaltige Botschaft, dass es mit der leider immer noch verbreiteten Lebenseinstellung „nach mir die Sintflut“ keine Zukunft geben kann. Auch Biodiversität – also natürliche Vielfalt -, steht auf dem Stundenplan, wobei man hier lernen kann, wie diese erhalten bleibt. Und wo ginge das besser als in der freien Natur?

Und auch die praktische Auseinandersetzung mit Technik bleibt nicht Außen vor: In Niederanven können Mädchen und Jungen nach Herzenslust experimentieren – verantwortungsvoll, versteht sich.

 

Foto: ©Maarkollef

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Infobox

Maarkollef: Einige Fakten

Als das Maarkollef im Jahr 1999 von der Gemeinde Niederanven ins Leben gerufen wurde, sollte damit eine Lücke im Bildungsangebot geschlossen werden: Der praktische und lebensnahe Umgang mit Natur und Technik. Experiment gelungen, kann man heute sagen; nicht umsonst wurde die Einrichtung im Jahr 2009 vom FNR als herausragender Förderer von Wissenschaftskultur ausgezeichnet. Kein Wunder, denn Kindern wird der Kontakt mit wissenschaftlichen Themen in der Lehrwerkstadt, aber auch im Schulgarten und der Küche schmackhaft gemacht. In Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg und anderen Partnern wird das Angebot ständig erweitert.

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